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NDOLAGE

Autor: Anna | Datum: 06 Juli 2014, 13:52 | 1 Kommentare

Jetzt bin ich schon über ZWEI WOCHEN hier - Zeit für ein Lebenszeichen :P

Das Ndolage Hospital...

... für mich ein unglaublich schöner, spannender, lustiger, aber auch trauriger Ort.

Für mich die ideale Umgebung um nach der Arbeit zu entspannen. Ich habe endlich wieder anfangen können zu laufen (in Ntoma habe ich mich das einerseits wegen all der bekannten Gesichter nicht getraut, andererseits war ich wegen der körperlich anstrengenden und tagfüllenden Arbeit schon voll ausgelastet). Erst jetzt merke ich, WIE SEHR mir das Laufen gefehlt hat!! Desweiteren unternehme ich mit Doro (der anderen Deutschen hier - eine Optikerin) laaange Spaziergänge, bei denen wir über Gott und die Welt reden.

Für die Kranken birgt die schwere Erreichbarkeit des Krankenhauses (nur mit dem Pikipiki -Motorrad- oder privat zu Fuß/mit dem Auto) eine große Herausforderung. Steffi brachte das ganz gut auf den Punkt: "natürliche Auslese"...

In der ersten Woche war ich auf der Entbindungsstation, bei der ich gleich schon am ersten Tag meine erste Geburt erleben konnte... durch meine mittlerweile ziemlich guten Sprachkenntnisse konnte ich auf der Station auch wirklich von Nutzen sein, da ich mit den (werdenden) Müttern und ihren Verwandten reden konnte.

In der zweiten Woche war ich auf der Pädiatriestation, bei der ich in kürzester Zeit die Behandlung der wichtigsten Krankheiten beobachten konnte: Jetzt, zum Ende der Regenzeit, haben fast ALLE Kinder mindestens Malaria. Sollte es nicht Malaria sein, ist es mit großer Wahrscheinlichkeit Pneumonie (Lungenentzündung) oder Anämie (Blutarmut). Viele der Kinder leiden unter Diarrhoe (Durchfall). Mangelernährung und Epilepsie kommen auch noch vor, andere Krankheiten sind aber seltener. Die Kinderstation nimmt im Monat über 300 Kinder auf, wobei die Betten einfach doppelt belegt werden.

Das Schönste auf der Arbeit ist eigentlich, wenn mich die Patienten wieder erkennen und sich freuen. So konnte ich während der einen Woche einen Jungen von der Aufnahme an (schwere Malaria, absolut fertig) bis zur Entlassung (wieder auf den Beinen und sogar am Lächeln) begleiten. Oder eine Mutter während ihres Kaiserschnittes, bei dem ihr (wegen ihres Asthmas) nur eine geringere Dosis der Betäubung gegeben werden konnte, sie große Angst hatte und ich die einzige weibliche Person im OP war.

Ansonsten fühle ich mich mit all den verschiedenen Kollegen sehr wohl und gerade mit den Schülern der Krankenpflegeschule kann ich mich viel unterhalten und lachen ;-) Gerade hier im Krankenhaus merke ich, wie wichtig es ist (in den allermeisten Situationen), im Umgang mit Kollegen und Patienten ein Lächeln auf den Lippen zu haben.

Das war nur ein kleiner Einblick, aber ich komme ja schon bald (!) wieder und kann viel besser und mit Fotos erzählen!!

Liebste Grüße,

Eure Anna :-)

 

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